Glastrennwände im Autohaus: Verkäuferbüro, Serviceannahme, Diskretion
Gläserne Einbauten trennen Verkäuferbüros akustisch ab und bewahren den Open-Space-Look.
Glastrennwände im Autohaus machen Verkäuferbüros und Serviceannahme sichtbar, ohne Gespräche preiszugeben. Der Kunde sieht vom Showroom aus, wer frei ist und wohin er gehen soll; Finanzierungsunterlagen und Zahlen bleiben diskret im Büro.
Dafür braucht es einen oben geschlossenen Raum mit dichten Türen, passendem Sichtschutz sowie eingeplanten Plätzen für Schalter und Klima – noch bevor das Glas bestellt wird.
Wo Glas im Autohaus arbeitet
- Verkäuferbüros im Showroom. Sie stehen zwischen den Fahrzeugen. Der Kunde soll den Verkäufer sehen und ansprechen können, das Gespräch über Rate und Laufzeit bleibt trotzdem im Raum.
- Serviceannahme. Hier kommen Kunden mit und ohne Termin an. Glas zeigt, wo der Weg beginnt.
- Büros über dem Showroom. Von der Galerie aus bleibt die Halle im Blick, und das Tageslicht der Fassade reicht bis in die Büros.
- Kundenlounge. Wer auf sein Fahrzeug wartet, sitzt lieber ruhig mit Blick in die Halle als direkt neben der Servicetheke.
In einem Autohaus in Ingolstadt stand am Anfang die Frage, ob Büros und Besprechungsbereiche mit Trockenbau oder mit Glas abgetrennt werden. Die Entscheidung fiel auf Glas: Die Bereiche sind voneinander abgesetzt, das offene Raumgefühl blieb, und das Tageslicht aus den Büros reicht bis in den innenliegenden Flur.

Wie das Ergebnis eindrucksvoll beweist war die Entscheidung für Glas die perfekte Wahl für helle und diskrete Büros.
Serviceannahme: Glas sortiert den Kundenweg
In einem anderen Autohaus in Ingolstadt gingen viele Kunden am Empfang vorbei direkt zu den Serviceberatern und Verkäufern dahinter. Die Beratung wurde ständig unterbrochen, und am Empfang wusste niemand, wer gerade im Haus ist.
Die Lösung: eine Loft-Trennwand mit 20 mm schmalen Sprossen, einem Festelement und einem großen Schiebeflügel aus einem Stück. Damit hat der Betrieb zwei Zustände: Ist der Flügel offen, wirkt die Fläche wie ein durchgehender Raum, und das Team bewegt sich frei. Ist er zu, endet der Kundenweg an der Empfangstheke — ohne Schild und ohne Absperrung. Das Glas zeigt weiterhin, was dahinter passiert, und das Tageslicht aus der Halle erreicht die hinteren Arbeitsplätze.
Für die Wegführung ist die Schiebetür ideal. Für ein vertrauliches Gespräch ist sie die falsche Wahl, weil sich der Laufspalt schwer abdichten lässt.
Finanzierungsgespräch: sichtbar sitzen, vertraulich sprechen
Im Showroom ist Sichtbarkeit gewollt, nur Einkommen, Raten und Unterlagen sollen drinnen bleiben. Gesehen werden ja, gelesen und gehört werden nein.
Für den Schall zählen drei Punkte:
- Ein oben geschlossener Raum. Steht das Büro als Glaskasten in einer hohen Halle und endet die Wand unter der Hallendecke, geht jedes Gespräch oben drüber. Entweder reicht die Glaswand bis an eine Decke, oder das Büro bekommt eine eigene Decke vom Trockenbaugewerk.
- Eine dichte Tür. Die Drehtür, die gegen eine umlaufende Dichtung anschlägt, hält am meisten zurück. Pendel- und Schiebetür lassen mehr durch.
- Dichte Anschlüsse. VSG mit Schallschutzfolie in den Festfeldern hilft, aber nur, wenn Boden-, Wand- und Deckenanschluss dicht sind.
Realistisch heißt das: Ein normal geführtes Gespräch bleibt weitgehend drinnen. Wer laut telefoniert oder bei offener Tür verhandelt, wird draußen gehört.
Für die Sicht reicht oft die richtige Möblierung: Der Bildschirm zeigt mit der Rückseite zur Glasfront, die Unterlagen liegen auf der abgewandten Tischseite. Wo das nicht geht, nimmt ein satiniertes Band oder VSG mit mattweißer Folie in einzelnen Festfeldern den Blick. Satiniertes Glas hat eine rauere, empfindlichere Seite; VSG mit mattweißer Folie ist beidseitig glatt.
Profilfarbe im Corporate Design
Gibt dein Markenauftritt Farben und Materialien vor, richtet sich die Glaswand danach. Unsere Profile sind immer pulverbeschichtet, meist tiefschwarz, andere Farben sind möglich. Im ersten Ingolstädter Projekt erhielten die Profile die Sonderfarbe RAL 7016, ein Anthrazitgrau. Sie passte zur Anmutung des Hauses und setzte die Linien deutlich ab, ohne die Transparenz der Glasflächen zu nehmen.
Ob sachlich ohne Sprossen oder als Loft-Trennwand mit Sprossen: Laufen mehrere Büros nebeneinander, sollten die Profillinien über alle Felder durchgehen. Im Showroom fällt jede Unruhe im Raster sofort auf.
Technik gehört neben die Tür, nicht ins Glas
Im ersten Ingolstädter Projekt lag der Zugang mittig in der Trennwand. Schalter, Steckdosen und Klimasteuerung nur an den seitlichen Trockenbauwänden unterzubringen, hätte unnötige Laufwege erzeugt. Deshalb sitzt neben der Türzarge ein Aluminium-Paneel. Dort setzten Elektriker und Klimatechniker später Lichtschalter, Steckdosen und die Steuereinheit der Klimaanlage ein — direkt am Zugang zum Raum.
Der Knackpunkt lag in den Übergängen zwischen Zarge, Glas und Paneel. Passen sie nicht exakt, stimmt entweder das Fugenbild nicht, oder dem Elektriker fehlt Platz für seine Bedienteile. Welche Schalter, Dosen und Steuerungen ins Paneel kommen, muss deshalb feststehen, bevor wir das Glas bestellen.
Mit Generalunternehmer, Elektro und Klima an einem Plan
Läuft dein Projekt über einen Generalunternehmer, sind wir dort das Glas-Gewerk. Im Ingolstädter Projekt kam der Auftrag genau so. Aus Sicht des Glas-Gewerks hilft dreierlei:
- Aufmaß vor Ort, wenn Boden und Decke stehen; gefertigt wird nach gemessenen Maßen, nicht nach Plan.
- Eigene Montageteams statt Subunternehmer. Wer aufmisst, weiß, wie Zarge, Glas und Paneel später zusammenkommen.
- Ein fester Ansprechpartner für Bauleitung, Bauherr und die anderen Gewerke.
Elektro, Klima, Trockenbau und Brandschutz plant das jeweilige Gewerk; wir stimmen unsere Wand darauf ab. Die Profile befestigen wir gebohrt und verschraubt; die Lage von Heizrohren im Boden muss vorher feststehen.

Die präzise Montage eigene Fachkräfte garantiert eine perfekte Abstimmung mit allen anderen Gewerkstypen.
Glas für viel Publikumsverkehr
Der Glasaufbau folgt der Funktion: Festfelder aus VSG, in der Regel 12 mm, bleiben nach einem Bruch im Verbund. Türen aus ESG, im ersten Ingolstädter Projekt 8 mm, zerfallen bei Bruch in stumpfe Krümel. Den Rahmen gibt die DIN 18008, die konkrete Ausführung legen wir beim Aufmaß fest.
Dein Showroom ist auch Arbeitsstätte. Lichtdurchlässige Wände müssen dort deutlich erkennbar sein, das regelt die ASR A1.6. Wie die Markierung aussieht, stimmen wir vor der Bestellung mit dir ab.
Zwei Grenzen: Werkstatt und Galeriekante
- Übergang zur Werkstatt. Für den Blick in die Werkstatt gilt: Zwischen Werkstatt und Kundenbereich können Anforderungen an Brandschutz, Lärm und Abluft gelten, die eine normale Glastrennwand nicht erfüllt. Welche das sind, klärt dein Planer, bevor wir anbieten.
- Galeriekante. Sitzt das Glas der Büros an einer Kante, an der es in die Halle hinuntergeht, schützt es dort vor Absturz. Dann ist es Absturzsicherung nach DIN 18008-4, VSG ist an dieser Position Pflicht, und monolithisches ESG ist ausgeschlossen. Das planen wir als eigenes Thema.
Häufige Fragen
Wie diskret ist ein Verkäuferbüro aus Glas?
Mit oben geschlossenem Raum, Drehtür gegen umlaufende Dichtung und dichten Anschlüssen bleiben normal geführte Gespräche weitgehend drinnen. Darf draußen garantiert kein Wort ankommen, ist eine massive Wand die ehrlichere Lösung.
Gibt es die Profile in unserer Markenfarbe?
Die Profile sind pulverbeschichtet, neben Tiefschwarz sind andere Farben möglich, etwa die Sonderfarbe RAL 7016 aus einem unserer Autohaus-Projekte. Den genauen Farbton legen wir vor der Bestellung fest.
Wohin mit Lichtschalter und Klimasteuerung, wenn die Tür mitten in der Glaswand sitzt?
In ein Paneel neben der Türzarge. Elektriker und Klimatechniker setzen dort ihre Bedienteile ein; wir stimmen Paneel, Zarge und Glasfelder so ab, dass das Fugenbild ruhig bleibt.
Arbeitet ihr direkt für unseren Generalunternehmer?
Ja. Wir stimmen Termine mit der Bauleitung ab und montieren mit eigenen Teams, nicht mit Subunternehmern.
Kurz zusammengefasst
- Glas macht Verkäuferbüros, Serviceannahme und Lounge sichtbar und lässt das Tageslicht durch.
- Diskretion braucht einen oben geschlossenen Raum, eine Drehtür mit Dichtung und gezielten Sichtschutz.
- Die Profilfarbe folgt deinem Markenauftritt, etwa RAL 7016.
- Schalter und Klimasteuerung sitzen im Paneel neben der Tür, abgestimmt vor der Glasbestellung.
- Werkstatt und Galeriekante sind eigene Themen mit eigenen Anforderungen.
Kontakt & telefonisches Erstgespräch
Am Anfang steht ein Telefonat. Darin klären wir, welche Bereiche du verglasen willst, ob ein Generalunternehmer oder Planer beteiligt ist, welche Farbvorgaben gelten und wann montiert werden kann. Danach folgen Aufmaß vor Ort, Angebot, Fertigung nach Maß und die Montage durch unser eigenes Montageteam — mit einem festen Ansprechpartner für dich und alle Beteiligten.
GLAS KÜNZL sitzt in Ingolstadt und montiert bayernweit. Schreib uns an info@glas-kuenzl.de oder ruf direkt durch. Mehr zu verglasten Büros findest du unter Bürotrennwände aus Glas.